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All IPCC definitions taken from Climate Change 2007: The Physical Science Basis. Working Group I Contribution to the Fourth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate Change, Annex I, Glossary, pp. 941-954. Cambridge University Press.

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Ist der Hockeyschläger zerbrochen?

Wissenschaftliche Belege zeigen...

Seit der Veröffentlichung der Hockyschlägerstudie im Jahr 1998, wurden etliche weitere Untersuchungen mit Proxys durchgeführt, bei denen Korallen, Stalagmiten, Baumringe, Bohr- und Eiskerne zum Einsatz kamen. Sie alle bestätigen die ursprüngliche Hockeyschläger-Schlussfolgerung: dass das 20. Jahrhundert das wärmste der letzten 1000 Jahre und dass die Erwärmung nach 1920 am dramatischsten war.

Das Argument der Skeptiker...

"2003 tat sich Professor McKitrick mit einem kanadischen Ingenieur, Steve McIntyre, zu dem Versuch zusammen, den Hockeyschläger zu reproduzieren und haben ihn dabei als statistischen Blödsinn entlarvt. Sie belegten, wie in das Diagramm "Kollationsfehler, unzulässige Abrundungen oder Hochrechnungen von Quelldaten, überholte Daten, falsch durchgeführte Hauptkomponentenanalysen, geografische Falschplatzierungen und andere ernstzunehmende Mängel" einflossen, die den Temperaturindex substantiell beeinflussten." (John McLaughlin)

Der "Hockeyschläger" beschreibt eine Rekonstruktion früherer Temperaturen über die letzten 1000 Jahre unter Verwendung der Daten von Baumringen, Eisbohrkernen, Korallen und anderen Aufzeichnungen, die als Proxy für die Temperatur dienen (Mann, Bradley, Hughes, MBH 1999).  Die Rekonstruktion fand, dass die globale Temperatur über die letzten 1000 Jahre allmählich abnahm, mit einem scharfen Aufwärtsknick im 20. Jahrhundert. Das wesentliche Ergebnis des Hockeyschlägers ist, dass die globalen Temperaturen der letzten paar Jahrzehnte die wärmsten der letzten 1000 Jahre sind.


Abb. 1: Temperaturveränderungen der Nordhalbkugel, aus verschiedenen Proxy-Reihen geschätzt in blau (MBH1999). Instrumentelle Daten in rot. Bitte die zur Vergangenheit hin größer werdenden Unsicherheits-Margen beachten.

Eine Kritik des Hockeyschlägers wurde 2004 veröffentlicht (McIntyre&McKitrick 2004).  Sie behauptete, dass der Hockeyschläger das unausweichliche Ergebis der angewendeten statistischen Methode (der Hauptkomponentenanalyse) sei. Sie behaupteten auch, dass die Temperaturen des 15. Jahrhunderts nur aus einer Borstenkiefer-Proxy-Reihe emittelt wurden. Daraus schlossen sie, dass die Form des Hockeyschlägers nicht statistisch signifikant war.

Eine unabhängige Beurteilung von Manns Hockeyschläger wurde vom nationalen Zentum für Atmosphären-Forschung  (National Center for Atmospheric Research) durchgeführt (Wahl 2007). Sie rekonstruierten die Temperaturen unter der Verwendung einer Vielzahl statistischer Techniken (mit und ohne Hauptkomponentenanlyse). Ihre Ergebnisse ergaben etwas unterschiedliche Temperaturen im frühen 15. Jahrhundert. Jedoch bestätigten sie die Hauptaussage des originalen Hockeyschlägers: dass der Erwärmungstrend und die Temperaturen der letzten paar Jahrzehnte zumindest in den letzten 600 Jahren noch nicht dagewesen sind.


Abb. 2: Der Original-Hockeyschläger (blau - MBH 1998) im Vergleich zur Wahl &  Amman- Rekonstuktion (rot). Instrumentelle Aufzeichnungen in schwarz (Wahl 2007).

Während sich viele noch weiterhin auf die frühe Arbeit von Mann fixieren, hat  sich die Wissenschaft der Paläoklimatologie weiterentwickelt. Seit 1999 hat es viele unabhängige Rekonstruktionen der historischen Temperaturen gegeben, die eine Vielzahl an Proxy-Daten und eine Anzahl von unterschiedlichen Methoden verwendet haben. Alle kommen zum gleichen Ergebnis - dass die letzten paar Jahrzehnte die heißesten der letzten 500 bis 2000 Jahre sind (abhängig davon, wie weit die Rekonstruktionen zurückgehen). Was sind nun einige der Proxies, die genutzt werden, um die Temperaturen zu bestimmen?

Änderungen in der Oberflächentemperatur senden thermische Wellen in den Untergrund und kühlen oder erwärmen das Gestein. Um diese Änderungen aufzuzeichnen, wurden unterirdische Messungen an über 350 Bohrlöchern in Nordamerika, Europa, Südafrika und Australien durchgeführt (Huang 2000). Bohrloch-Rekonstruktionen sind nicht in der Lage kurzfristige Änderungen abzubilden und erbringen nur Ergebnisse im Jahrhundert-Maßstab. Was sie finden ist, dass das 20 Jahrhundert das wärmste der letzten fünf Jahrhunderte ist, mit dem stärksten Erwärmungstrend in 500 Jahren..


Abb.3: Änderung der globalen Oberflächentemperatur über die letzten fünf Jahrhunderte aus Bohrlöchern. (dicke rote Linie) Schattierung zeigt die Unsicherheiten. Blaue Linie ist ein 5jähriger gleitender Mittelwert der HadCRUT globalen Oberflächentemperaturen. (Huang 2000).

Stalagmiten (oder Höhlenminerale) werden von Grundwasser innerhalb unterirdischer Höhlen gebildet. Da sie jährliche Schichten besitzen, kann die Dicke der Schichten als Klimaproxy genutzt werden. Eine Rekonstruktion der Temperaturen der Nordhalbkugel aus Stalagmiten zeigt, auch wenn die Unsicherheitsmargen (graue Flächen) groß sind, dass die Temperaturen im späten 20. Jahrhundert die maximalen Schätzungen der letzten 500 Jahre übersteigen (Smith 2006).


Abb. 4: Temperatur-Rekonstruktion der Nordhalbkugel aus Höhlenmineralen, gezeigt mit 2-facher Standardabweichung (schattierter Bereich) (Smith 2006).

Historische Aufzeichnungen der Gletscher-Längen können als Temperatur-Proxy verwendet werden. Da die Anzahl der beobachteten Gletscher zur Vergangenheit hin abnimmt, wächst entsprechend die Unsicherheit. Nichtsdestotrotz übertreffen die Temperaturen in den letzten Dekaden den Bereich der Unsicherheit über die letzten 400 Jahre (Oerlemans 2005).


Abb. 5: Globale Durchschnittstemperatur aus Gletscherlängen berechnet. Die roten vertikalen Linien zeigen die Unsicherheit.

Natürlich gehen diese Beispiele nur rund 500 Jahre zurück - dies deckt noch nicht einmal die Mittelalterliche Warmzeit ab. Doch wenn man all die verschiedenen Klimaproxies aus Eisbohrkernen, Korallen, Seesedimenten, Gletschern, Bohrlöchern & Stalagmiten kombiniert, ist es möglich, die Temperaturen der Nordhalbkugel 1300 Jahre zurück zu rekonstruieren (Mann 2008). Das Ergebnis ist, dass die Temperaturen der letzten Dekaden die maximalen Einschätzungen der Proxies (einschließlich der Unsicherheiten) übersteigen, und dies für die letzten 1300 Jahre. Wenn man Daten aus Baumringen mit einbezieht, dann gilt das gleiche Ergebnis für die letzten 1700 Jahre.


Abb. 6: Zusammengesetzte Nordhalbkugel Land- und Land/Ozean-Temperatur-Rekonstruktionen und abgeschätzte Intervalle zur 95%-Sicherheit. Zum Vergleich werden veröffentlichte Nordhalbkugel-Rekonstruktionen gezeigt (Mann 2008).

Paläoklimatologie nutzt eine große Bandbreite an Proxies und Methoden, um frühere Temperaturen zu berechnen. Dies erlaubt eine unabhängige Bestätigung des Hockeyschläger-Ergebnisses: Dass die letzten Dekaden die wärmsten in den letzten 1300 Jahren sind.

 

Mehr Infos zu diesem Argument gibt es auf
klimafakten

 

Translation by Michael.M, BaerbelW . View original English version.



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