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All IPCC definitions taken from Climate Change 2007: The Physical Science Basis. Working Group I Contribution to the Fourth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate Change, Annex I, Glossary, pp. 941-954. Cambridge University Press.

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Climate Hustle

Citizens Climate Lobby - Weltweit im Einsatz für einen Preis auf CO2

Im Juni 2013 veröffentlichte Dana Nuccitelli einen Artikel über die Citizens’ Climate Lobby (CCL). Was sich in den vergangenen vier Jahren getan hat, fassen wir im folgenden Artikel zusammen. Generelle Informationen zum Ansatz der Citizens' Climate Lobby - der Bürgerlobby Klimaschutz - gibt es in den FAQs auf der deutschen Homepage.

2013 war CCL hauptsächlich in den U.S.A. und Kanada aktiv und der Rest der Welt spielte noch keine große Rolle, worauf dieser Absatz aus Danas Artikel hindeutet:

"CCL spielt auch mit dem Gedanken, Gruppen in Großbritannien zu etablieren. Das Vereinigte Königreich ist zwar in den europäischen Zertifikatehandel eingebunden, dieser hat aber mit Problemen zu kämpfen und CCL möchte, dass das Land eine Kohlenstoffbepreisung weiterhin unterstützt."

Weltweite Präsenz und beeindruckende Zahlen

Wie diese Karte zeigt, ist CCL mittlerweile weltweit vertreten und es gibt auf allen Kontinenten außer der Antarktis Gruppen:

CCL-Chapters

Blaue Pins zeigen aktive Gruppen und gelbe Pins Gruppen im Aufbau. Link zur Karte

Das folgende Video stammt von der letztjährigen CCL-Konferenz in Washington D.C. und gibt einen kleinen Eindruck davon, weshalb sich rund um den Globus Menschen für einen wirksamen Preis auf CO2 einsetzen:

Und es ist auch nicht nur die Anzahl und die Orte der Gruppen! Seit Dana vor vier Jahren seinen Artikel veröffentlicht hat, ist CCL enorm gewachsen. Hier sind einige Zahlen, die dies illustrieren:

  • 2013 kamen etwa 375 Personen zur 4. Jahreskonferenz. In diesem Jahr werden es  um die 1.000 sein, die zur mittlerweile 8. Konferenz anreisen, die vom 11. bis 13. Juni in Washington D.C. stattfindet.
  • 2013 fanden 711 von Bürgern organisierte Treffen im Kongress statt, 2016 waren es 1.390
  • 2014 wurden 6.991 Briefe an den Kongress geschrieben, 40.195 in 2016
  • Veröffentlichungen in der Presse stiegen von 1.670 im Jahr 2013 auf 2.918 in 2016
  • Die Anzahl der CCL Freiwilligen stieg von einigen hundert 2013 auf 58.000 im April 2017, von denen 18.000 (!) seit der Wahl Donald Trumps zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten dazu gestoßen sind (weitere Details zu diesem imposanten Wachstum gibt es hier)

Die auf den Stufen des Kapitols aufgenommen Gruppenbilder bei der Jahreskonferenz in Washington D.C. sind mittlerweile ziemlich beeindruckend:

CCL2015-group-Capitol

Quelle: CCL Homepage

Climate Solutions Caucus in den U.S.A.

In den U.S.A. hat CCL Unterstützer Jay Butera den wahrscheinlich entscheidenden Impuls zur Etablierung des Climate Solutions Caucus gegeben. Dies ist eine parteiübergreifende Gruppe im Repräsentantenhaus, die sich Gesetzgebungsoptionen anschauen möchte, mit denen die Auswirkungen, Ursachen und Herausforderungen des sich ändernden Klimas angegangen werden können. Der "Caucus" wurde im Februar 2016 von den beiden Abgeordneten Carlos Curbelo (R-FL) und Ted Deutch (D-FL) aus Südflorida ins Leben gerufen. Sie leiten ihn gemeinsam als Ko-Vorsitzende (Die Hintergrundgeschichte zur Entstehung des "Caucus" können Sie hier nachlesen). Mittlerweile hat der "Caucus" 38 Mitglieder (Ende März 2017 waren es die 34 abgebildeten Abgeordnete):

Climate-solutions-caucus

Quelle: CCL Homepage

Dieser "Caucus" zeigt, dass überparteiliche Zusammenarbeit beim Thema Klimawandel in den U.S.A. immer noch möglich ist, selbst wenn die aktuelle Regierung den überwältigenden wissenschaftlichen Konsens zur von uns verursachten globalen Erwärmung abstreitet. Es bleibt allerdings abzuwarten, ob dieser "Caucus" Auswirkungen auf das Abstimmungsverhalten im Kongress haben wird, wenn es um zukünftige Gesetzesvorlagen geht, die den Klimawandel betreffen.

Lobbytage in Canberra, Australien

Vor wenigen Wochen hat CCL in Australien Lobbytage in Canberra durchgeführt und sich mit über 30 Parlamentsmitgliedern getroffen. Hier ist ein Gruppenbild - zugegebenermaßen keine ganz so große aber ebenso motivierte Gruppe wie in D.C. - aufgenommen auf den Marmorstufen des Parlamentsgebäudes (und wer genau schaut, entdeckt unser Teammitglied Glenn Tamblyn unter ihnen):

CCL-AUS

Quelle: Homepage CCL Australien

Entwicklung in Europa und Deutschland

In Europa gibt es aktuell Gruppen in Schweden (5 aktiv, 1 im Aufbau), in Großbritannien (1 aktiv, 3 im Aufbau), in Deutschland (3 aktiv, 2 im Aufbau) und außerdem jeweils eine im Aufbau in Portugal, Spanien, der Schweiz, Frankreich, den Niederlanden, Polen und Serbien. Um die Arbeit von CCL in Europa zu koordinieren, findet einmal pro Woche eine Videokonferenz statt, in der wir uns zu den Aktivitäten in unseren Ländern austauschen und über die globalen Entwicklungen auf dem laufenden gehalten werden. Hierfür haben wir regelmäßig Kontakt mit Joe Robertson, der bei CCL für die globale Strategie zuständig ist. Joe versucht im Rahmen seiner zeitlichen Möglichkeiten an unseren wöchentlichen Videokonferenzen teilzunehmen.

Was mich selber anbelangt, begann meine Mitarbeit bei CCL in Deutschland, als Dana mich im April 2014 per Email mit Nils Petermann bekanntmachte. Nils hatte die CCL-Ideen aus den U.S.A. mitgebracht, als er vor einigen Jahren von Washington D.C. zurück nach Deutschland kam. Ihm lag viel daran, den Vorschlag für eine CO2-Bepreisung in Deutschland und Europa zu verbreiten und war auf der Suche nach Mitstreitern. In den vergangenen vier Jahren sind drei aktive Gruppen in Berlin, München und Hamburg entstanden und einige weitere sind aktuell im Aufbau. In Deutschland sind wir mittlerweile als "Bürgerlobby Klimaschutz - Citizens' Climate Lobby Germany e. V." im Vereinsregister eingetragen.

In Deutschland organisieren wir eine Videokonferenz pro Monat und werden uns Ende Mai zu unserer dritten Jahreskonferenz in Berlin treffen. Für das Wochenende sind dort Workshops geplant und für den 29. und 30. Mai haben wir bereits rund ein Dutzend Gespräche mit Bundestagsabgeordneten, ihren Mitarbeitern oder anderen für unser Anliegen relevanten Gruppen vereinbart.

Hier ist ein Bild von unserem letztjährigen Treffen im Mai 2016, aufgenommen vor dem Reichstagsgebäude, dem Sitz des Deutschen Bundestages:

CCL-DE BerlinQuelle: Bürgerlobby Klimaschutz

Das besondere an der Citizens' Climate Lobby ist, dass dadurch Menschen wie "Du und ich" eine Chance erhalten, aktiv an der Klimagesetzgebung in unseren Ländern mitzuwirken. Es geht auch nicht nur darum, den direkten Kontakt mit Politikern zu suchen, um zumindest ihr Interesse an einem wirksamen Preis auf CO2-Emissionen zu wecken. Wir üben z. B. auch das Schreiben von Leserbriefen, die dadurch eine wesentlich höhere Chance auf Veröffentlichung haben. Abgeordnete lesen diese Veröffentlichungen regelmäßig, um ein besseres Gefühl für die Themen zu bekommen, die die Bürger in ihren Wahlkreisen interessieren. Deshalb sind Leserbriefe ein gutes Mittel, sich Gehör zu verschaffen.

Weitere Informationen

Weitere Informationen über die Citizens' Climate Lobby gibt es unter anderem über die folgenden Links:

International - CCL's About page

Die Seiten vieler Gruppen auf Facebook

Der deutschen Homepage - Bürgerlobby Klimaschutz

Translation by BaerbelW . View original English version.



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