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All IPCC definitions taken from Climate Change 2007: The Physical Science Basis. Working Group I Contribution to the Fourth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate Change, Annex I, Glossary, pp. 941-954. Cambridge University Press.

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Climate Hustle

Skeptical Science Studie bestätigt einen 97% Konsens zur menschengemachten globalen Erwärmung in der wissenschaftlichen Literatur

Das Skeptical Science "Citizen Science Team" hat eine aktuelle Beurteilung von über 12.000 begutachteten Publikationen zum Thema Klimawandel durchgeführt. In Studien, die  in der begutachteten Literatur Stellung beziehen, wurde ein 97% Konsens darüber gefunden, dass die Menschen die globale Erwärmung verursachen.

consensus pie chart

Beurteilung der Abstracts

Als ersten Schritt weiteten wir die erste derartige Bestandsaufnahme der begutachteten wissenschaftlichen Literatur von Oreskes (2004) aus. Eine nach den Begriffen "global warming" und "global climate change" durchgeführte Schlüsselwortsuche für Veröffentlichungen in begutachteten wissenschaftlichen Magazinen (im ISI Web of Science) in den Jahren von 1991 bis 2011 ergab über 12.000 Treffer. John Cook programmierte eine webbasierte Anwendung, die ein zufällig ausgewähltes Abstract einer Studie (also deren Zusammenfassung) anzeigte. Wir hatten uns vorab auf die Definitionen für die möglichen Kategorien geeinigt: explizite oder implizierte Bestätigung für die Theorie der menschengemachten globalen Erwärmung, keine Positionierung und implizierte oder explizite Ablehnung (bzw. eine Verharmlosung des menschlichen Einflusses).

Unser Ansatz war auch vergleichbar mit dem von James Powell, wie in der populären Grafik unten gezeigt. Powell durchsuchte fast 14.000 Abstracts nach expliziten Ablehnungen der menschengemachten globalen Erwärmung und fand dabei  nur 24. Wir erweiterten diesen Ansatz, in dem wir außerdem nach implizierten Ablehnungen, keiner Positionierung und implizierter/expliziter Bestätigung suchten.

powell pie

Wir entschieden uns für einen konservativen Ansatz bei unseren Beurteilungen. So könnte zum Beispiel eine Studie, die davon ausgeht, dass die globale Erwärmung für die absehbare Zeit weitergeht, recht leicht als implizierte Bestätigung eingeordnet werden. Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass die globale Erwärmung unendlich weitergeht, wenn sie nicht von uns verursacht sein sollte. Wenn ein Abstract jedoch keine (entweder implizierte oder explizite) Wortwahl über die Ursache der Erwärmung enthielt, wurde es als "keine Positionierung" eingestuft.

Anzumerken ist, dass John Cook vor kurzem parallel eine Umfrage bei Lesern von Klimablogs initiiert hat, im Rahmen derer eine Teilmenge der selben Abstracts bewertet werden konnten. Dieser "Ableger" ist jedoch nicht Bestandteil unserer Untersuchung oder unserer Schlussfolgerungen.

Das Team

Ein Team von Skeptical Science Freiwilligen machte sich daran, die 12.000 Abstracts zu kategorisieren - die bislang umfangreichste Bestandsaufnahme dieser Art. Jede Studie wurde mindestens zweimal kategorisiert, wobei die Identität des anderen Beurteilers unbekannt war. Ein Duzend Teammitglieder nahm die meisten der 24.000+ Beurteilungen vor. Für das Projekt gab es keine finanzielle Unterstützung, die gesamte Arbeit erfolgte komplett auf freiwilliger Basis.

Nachdem alle 24.000+ Beurteilungen abgegeben worden waren, wurden diejenigen Abstracts erneut angeschaut, bei denen es unterschiedliche Bewertungen gegeben hatte. Sofern die Meinungsverschiedenheit von den beiden ursprünglichen Beurteilern nicht ausgeräumt werden konnte, traf eine dritte Person die endgültige Entscheidung.

Das Freiwilligenteam war eine internationale Gruppe, deren Mitglieder aus Australien, den USA, Kanada, Großbritannien, Neuseeland, Deutschland, Finnland und Italien stammen.

Die Eigenbewertungen

Als unabhängige Verifizierung des von uns ermittelten Konsens, verschickten wir Emails an über 8.500 Autoren und baten sie, ihre Studien unseren Kategorien zuzuordnen. Der geeignetste Experte, um den Grad der Zustimmung einer veröffentlichten Studie zu bestimmen, ist schließlich der Autor selbst. Wir erhielten Rückmeldungen von 1.200 Wissenschaftlern, die insgesamt über 2.100 Studien bewerteten. Im Unterschied zu den Bewertungen durch unser Team, die sich immer nur auf die Zusammenfassungen jeder Studie in ihrem Abstract stützten, bewerteten die Forscher im Rahmen der Eigenbewertungen die komplette Studie.

Die 97% Konsens Ergebnisse

Durch unsere Bewertung der Abstracts fanden wir etwas über 4.000 Studien, die Stellung zur Ursache der globalen Erwärmung beziehen und 97,1% von ihnen bestätigten die menschengemachte globale Erwärmung. Bei den Eigenbewertungen bezogen fast 1.400 Studien Stellung und 97,2% von ihnen bestätigten die menschengemachte globale Erwärmung.

Wir fanden heraus, dass ungefähr zwei Drittel der Studien in ihren Abstracts keine Stellung in dieser Frage beziehen, was eine Bestätigung für unseren konservativen Ansatz bei unseren ursprünglichen Bewertungen der Abstracts darstellt. Dieses Ergebnis ist aus zwei Gründen nicht überraschend: 1) die meisten Fachzeitschriften haben eine strikte Wortbegrenzung für ihre Abstracts und 2) ganz ehrlich, jeder Wissenschaftler, der sich mit der Klimaforschung beschäftigt, weiß, dass die Menschen die globale Erwärmung verursachen. Es gibt keinen Grund mehr, etwas so offensichtliches zu erwähnen. Würden Sie etwa erwarten, dass jede geologische Studie im Abstract erwähnt, dass die Erde ein kügelförmiger Körper ist, der um die Sonne kreist?

Dieses Ergebnis wurde von Oreskes (2007) vorhergesagt, wo bemerkt wird, dass Wissenschaftler

"... ihre Diskussionen im Allgemeinen auf Fragen, um die es noch einen Disput oder für die es noch keine Antworten gibt, anstatt auf Themen konzentrieren, bei denen sich alle einig sind".

In den Eigenbewertungen der Autoren sind es jedoch fast zwei Drittel der Studien unserer Untersuchung, die irgendwo in der Studie Stellung zum Thema beziehen.

Wir stellten auch fest, dass der Konsens im Laufe der Zeit stetig zunahm. Die langsame Geschwindigkeit des Zuwachses liegt daran, dass es nicht mehr viel Platz dafür gibt, weil der Konsens zur menschengemachten globalen Erwärmung seit 1991 generell und konstant bei über 90% liegt.

consensus over time

Prozent der Studien, die den Konsens bestätigen, basierend auf den Studien, die Stellung beziehen, die Konsensposition also bestätigen oder ablehnen. Aus Cook et al. (2013).

Unsere Ergebnisse bestätigen auch frühere Untersuchungen, die ebenfalls einen 97% Konsens unter Klimaexperten zur menschengemachten Ursache der globalen Erwärmung fanden. Doran und Zimmerman (2009) befragten Geowissenschaftler und ermittelten, dass von den 77 Forschern, die eine Antwort lieferten und aktiv zum Thema Klimawandel publizieren, 75 (97,4%) zustimmten, dass "menschliche Aktivitäten einen bedeutenden Faktor bei der Veränderung der durchschnittlichen globalen Temperaturen beitragen". Anderegg et al. (2010) stellten eine Liste mit 908 Forschern zusammen mit jeweils mindestens 20 begutachteten Veröffentlichungen. Sie stellten folgendes fest, dass:

"≈97% on selbst-identifizierten aktiv publizierenden Klimawissenschaftler der Theorie des menschengemachten Klimawandels zustimmen"

In unserer Bestandsaufnahme stimmten 98,4% der Wissenschaftler, die in ihren Abstracts Position zum menschengemachten Klimawandel beziehen, dem Konsens zu. Dies ist höher als der 97% Konsens der begutachteten Studien, weil bestätigende Studien im Durchschnitt mehr Autoren haben als ablehnende Studien. Deshalb gibt es einen 97,1% Konsens in der begutachteten Literatur und einen 98,4% Konsens unter Forschern, die den Klimawandel untersuchen.

Warum ist dies wichtig?

Mehrere Studien haben gezeigt, dass Personen, die den wissenschaftlichen Konsens über die menschengemachte globale Erwärmung richtig einschätzen, auch viel eher Regierungsaktivitäten zur Begrenzung der Treibhausgasemissionen unterstützen. Dies wurde erst Ende April in einer im Fachmagazin Climatic Change veröffentlichten Studie von McCright et al. (2013), erneut gezeigt. Menschen verlassen sich normalerweise auf die Beurteilung der Experten und sie vertrauen Klimawissenschaftlern, wenn es um das Thema der globalen Erwärmung geht.

Untersuchungen haben jedoch ebenfalls gezeigt, dass die Öffentlichkeit über diesen Konsens extrem schlecht informiert ist. So hat z. B. eine Umfrage in 2012 durch das US Pew Research Center gezeigt, dass der durchschnittliche US-Amerikaner davon ausgeht, dass die Klimawissenschaftler bei der globalen Erwärmung in zwei etwa gleich große Lager gespalten sind. Die falschangebrachte Ausgewogenheit in den - vor allem US-amerikanischen - Medien, wo die meisten Klimaberichte durch eine "skeptische" Perspektive "ausgeglichen" werden, trägt eine Mitschuld an dieser Fehleinschätzung. Durch diese Art der Berichterstattung sehen die 3% nach viel mehr - wie z. B. 50% - aus. Mit ihrem Versuch, "Ausgewogenheit" herzustellen, haben die Medien eine sehr unausgewogene Wahrnehmung der Realität erreicht. Dies hat zur Folge, dass die Öffentlichkeit immer noch annimmt, dass die Wissenschaftler sich über die Ursachen der globalen Erwärmung uneins sind. Und deshalb gibt es nicht annähernd genügend Unterstützung von und Motivation aus der Bevölkerung, das Problem zu lösen.

consensus gap
Prozent der Klimawissenschaftler, die sich über die menschgemachte globale Erwärmung einig sind. Die roten Balken zeigen die Wahrnehmung des Konsens in der Öffentlichkeit, die gestrichtelte grüne Linie den tatsächlichen 97% Konsens.

Genau das war das Ziel einer engagierten Desinformationskampagne der Öl- und Kohleindustrie. Hier ist ein Beispiel dazu: 1991 führte die Western Fuels Association eine $510.000 teure Kampagne durch, deren oberstes Ziel es war, "die globale Erwärmung als Theorie (und nicht Tatsache) neu zu positionieren" Diese Interessengruppen haben das Streben der Medien nach Ausgewogenheit ausgenutzt.

Kostenloser Zugang für maximale Transparenz

Wir haben uns dafür entschieden, unsere Studie bei den Environmental Research Letters zur Veröffentlichung einzureichen, weil es zum einen ein angesehenes Fachmagazin mit einem hohen Einflussfaktor ist und weil es zum anderen die Möglichkeit bietet, eine Studie frei verfügbar zu machen. Dies bedeutet, dass die Studie gegen eine einmalige vor der Veröffentlichung fällige Gebühr von jedem frei und kostenlos heruntergeladen werden kann. Dies war uns sehr wichtig, da unsere Ergebnisse so zugänglich und transparent wie möglich sein sollten.

Um diese Gebühr zu bezahlen und um dem "Citizen Science" Gedanken Rechnung zu tragen, baten wir um Spenden der Leser von Skeptical Science.  Innerhalb von nicht einmal 10 Stunden erhielten wir über 50 Spenden und die komplette Gebühr von $1.600 für den offenen Zugang war über diese "Schwarmfinanzierung" sichergestellt.

Die menschengemachte globale Erwärmung

Wir sind uns ziemlich sicher, dass einige Zweifler am Klimawandel als Reaktion sagen werden, dass "wir nicht bezweifeln, dass die Menschheit einen Teil der globalen Erwärmung verursacht". Zum einen gibt es viele Personen, die den Konsens, dass die Menschen überhaupt etwas zur globalen Erwärmung beitragen, abstreiten. Unsere Bestandsaufnahme zeigt, dass diese Einschätzung sich in der wissenschaftlichen Literatur nicht niederschlägt.

Zum anderen haben wir nach Studien geschaut, die den Anteil des Menschen an der globalen Erwärmung quantifizieren. Die meisten Studien äussern sich jedoch nicht spezifisch genug. Wie wir allerdings bereits erwähnt haben, wurden Studien, die den menschengemachten Anteil verharmlosten, als Ablehnung klassifiziert. Wenn also eine Studie zum Beispiel aussagen würde, "dass die Sonne am meisten zur globalen Erwärmung des letzten Jahrhunderts beigetragen hat", wäre sie in den weniger als 3% der ablehnenden Studien enthalten.

Viele Studien  berufen sich einfach auf die sachkundige Zusammenfassung der Klimaforschung, die vom Weltklimarat (IPCC - Intergovernmental Panel on Climate Change) erstellt wurde. Dort wird festgehalten, dass der größte Anteil der globalen Erwärmung seit Mitte des 20. Jahrhunderts menschengemacht ist. Aktueller Forschung zufolge, ist diese Aussage jedoch viel zu konservativ.

Von allen Studien, die gezielt die menschengemachten und natürlichen Ursachen der globalen Erwärmung untersuchten, waren sich praktisch alle einig, dass wir Menschen die dominierende Ursache in den letzten 50 bis 100 Jahren sind.

attribution 50 yr

Menschengemachte und natürliche Nettoanteile in Prozent an der beobachteten globalen Erwärmung an der Erdoberfläche der letzten 50 bis 65 Jahre nach Tett et al. 2000 (T00, dunkelblau), Meehl et al. 2004 (M04, rot), Stone et al. 2007 (S07, hellgrün), Lean and Rind 2008 (LR08, lila), Huber and Knutti 2011 (HK11, hellblau), Gillett et al. 2012 (G12, orange), Wigley and Santer 2012 (WS12, dunkelgrün), und Jones et al. 2013 (J12, rosa).

Die meisten Studien akzeptieren diese Tatsache einfach und beschäftigen sich mit den Konsequenzen, die diese menschengemachte globale Erwärmung und der damit verbundene Klimawandel hat.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass man sobald man akzeptiert, dass die Menschen die globale Erwärmung verursachen, man ebenfalls akzeptieren muss, dass es die globale Erwärmung immer noch gibt; durch die Verstärkung des Treibhauseffekts verursacht die Menschheit die globale Erwärmung und unsere Treibhausgasemissionen nehmen immer schneller zu. Dies hat einen Bezug zu unserem früheren Artikel, in dem beschrieben wird, dass sich die globale Erwärmung beschleunigt. Im letzten Jahrzehnt ist der Großteil der Erwärmung jedoch in den Ozeanen erfolgt (die oft vernachlässigten tiefen Meeresregionen eingeschlossen). Wenn man akzeptiert, dass die Menschheit die globale Erwärmung verursacht, wie in über 97% der begutachteten wissenschaftlichen Literatur dokumentiert, dann sollte diese Schlussfolgerung überhaupt nicht umstritten sein. Mit all den Beweisen für die menschengemachte globale Erwärmung kann sie nicht so einfach aufgehört haben, die Wärme muss irgendwo sein. Wissenschaftler haben sie in den Ozeanen gefunden.

Bitte weitersagen!

Zu erkennen, dass es einen wissenschaftlichen Konsens zur menschengemachten globalen Erwärmung gibt, spielt eine große Rolle, bei der Entscheidung, ob man sich für Aktivitäten zur Verminderung der Treibhausgasemissionen einsetzt oder nicht. Hier gibt es jedoch eine Lücke bedingt durch die geringe Bekanntheit des Konsens in der Öffentlichkeit. Deshalb ist es sehr wichtig, die Leute auf diese Ergebnisse aufmerksam zu machen. Als Beitrag hierzu wurde von der Design- und Werbefirma SJI Associates sehr großzügig und kostenlos eine Webseite basierend auf den Ergebnissen unserer Studie erstellt. Die Webseite kann über theconsensusproject.com aufgerufen werden und enthält unter anderem eine Seite mit relevanten und nützlichen Grafiken zum Teilen wie die am Anfang dieses Artikels. Sie können "The Consensus Project" auch auf Twitter @ConsensusProj und Facebook folgen.

Die wahrscheinlich wichtigste Information, die zum Thema Klimawandel kommuniziert werden muss, ist die, dass es einen 97% Konsens unter den Klimaexperten und in der wissenschaftlichen Forschung gibt, dass die Menschheit die globale Erwärmung verursacht. Helfen Sie mit, diese Information weiterzugeben, um die "Konsens-Lücke" zu schließen.

Translation by BaerbelW . View original English version.



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